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Osnabrück Krimi
Michael Hopp: Lübbings Herbstkirmes

Leseprobe
   
  Warneckes Geheimhaltungsversuch scheiterte noch am selben Abend. Natürlich verriet keiner der Polizeibeamten etwas, auch die neugierigen Gaffer vom Buchenbrink konnten nur rätseln, was geschehen war. An Bauer Werner Flottmann aber hatte keiner gedacht. Nach einem ausgiebigen Abendbrot betrat er seine Stammkneipe Alte Eiche im alten Ortskern von Belm. Die Gespräche verebbten, während er sich auf seinen gewohnten Platz setzte. Außer einem Gruß sagte er zunächst einmal nichts. Er genoss sichtlich die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde.
  
   Der Wirt brach schließlich das allgemeine Schweigen. Er stellte das übliche Gedeck vor Flottmann hin, Bier und Korn, und fragte: „Na, Werner, erzähl mal. Was war denn bei dir im Buchenbrink los?“
  
   „Die Polizei war da“, sagte Flottmann bewusst wortkarg.
  
   „Das wissen wir auch. Aber was wollten die?“
  
   „Der Hund hat Blut gefunden.“
  
   Einer der Gäste fragte dazwischen: „Ist bei Ihnen wieder gewildert worden?“
  
   Flottmann schaute ihn sichtlich ungehalten an. Er hatte es nicht gern, wenn er unterbrochen wurde. Dann ließ er die Bombe platzen. „Nein. Ich habe gehört, wie der eine Beamte sagte, es sei wahrscheinlich menschliches Blut, und sie hätten Haarsträhnen gefunden. Ein Damenschuh lag da übrigens auch noch.“  
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